Haus aus dem 3D Drucker – die Zweite

In den letzten Tagen erschien wieder einmal ein Artikel über Häuser aus dem 3D-Drucker in den Medien. Wir haben bereits über Apis Core berichtet, die im Dezember 2016 schon ein ähnliches Projekt vorgestellt haben.

 

Umdasch baut ein Haus

Der große Unterschied zu anderen 3D-Druckern mit Beton ist, dass die Umdasch Gruppe Schotter und Kies verarbeitet und damit einen beständigeren Beton herstellen kann, als dies beispielsweise bei Apis Core möglich ist.

 

Wer sich daher für dieses Thema interessiert, sollte sich das Konzept der Umtausch Gruppe jedenfalls genauer ansehen.

 

Interessante Links

© Doka Ventures

How-To: Beton selbst mischen

Beton mischen sollte gelernt werden, denn auf die Mischung kommt es an. Je nachdem für welche Anwendung man den Beton benötigt muss man das Mischverhältnis zwischen Zement, Wasser und Füllstoffen beachten.

 

Betonrezept für Fundamente

1 Teil Wasser (z.B. 1 Liter)

2 Teile Zement (2 kg)

10 Teile Zusatzstoffe (10 kg Kies)

 

Betonrezept für Universalbeton

1 Teil Wasser

2 Teile Zement

8 Teile Zusatzstoffe

 

Je nachdem wie viel und wie schnell man den Beton braucht, sollte man sich entweder überlegen, dass man den Beton im Kübel anrührt oder in einer Mischmaschine (Kippbetonmischer). Diese kann man entweder ausborgen oder bei intensiven Arbeiten oder Arbeiten über einen längeren Zeitraum selbst kaufen (Kosten zw. 160 und 500 €).

 

© heimwerkertricks.net

Wohnen in einer Jurte

Eine Jurte ist ein Nomadenzelt des asiatischen Raumes wie es bereits seit dem Mittelalter erfolgreich und lebenswert genutzt wird. Der Begriff komm vom türkischen “Yurt” und bedeutet so viel wie Heim oder Behausung. Die Jurte selbst ist eine Art rundes Zelt mit Holzskelett und einem Giebel in der Mitte der (zumindest in der Originalausführung) ein Loch an der Spitze hat um dort den Rauch der Feuerstelle abzuleiten.

 

Das Leben in einer Jurte oder Wohnjurte ist definitiv aber auch ohne Abstriche von “Luxusgütern” wie Badewanner, Fernseher, Internet oder gar Küche möglich. Es gibt auch bereits einige Firmen die sich explizit auf die Jurte als Wohnobjekt spezialisiert haben.

 

Rechtliche bewegen wir uns zumindest in Österreich in einer Grauzone, in anderen europäischen Ländern und der Schweiz gibt es Sondergenehmigungen für derartige Bauten. Da eine Jurte kein Fundament und kein fix mit dem Erdreich verbundenes Gebäude ist gilt es in den meisten Ländern als “Mobilheim” wie zum Beispiel ein Wohnmobil oder Wohnwagen und unterliegt somit Sonderregelungen bzw. -genehmigungen. Diese sind vor dem Bau bei der zuständigen Behörde einzuholen.

 

© rundesleben.at

Ein Haus aus dem 3D Drucker

Im Dezember 2016 hat die Firma Apis Core verlautbaren lassen, das erste Wohnhaus aus einem 3D Drucker drucken zu wollen. Nun ist dem Unternehmen dies auch gelungen. In einem sehr ansehnlichen Video sieht man den Entstehungsprozess des Hauses. Einzig die Fenster und Türen des Hauses müssen noch separat eingebaut werden.

 

Video © Apis Cor

Ein schmales Grundstück bebauen

Wenn man ein sich entweder für ein schmäleres Grundstück entschieden hat oder ein Solches kaufen möchte, dann sollte man folgende Dinge immer in Betracht ziehen:

  • Beachtung der Bebauungsgrenzen (Abstand zum Nachbar, zur Straße)
  • Ausrichtung (Wo soll meine Haustür hin…zB)
  • Bei Fertigteilhäusern: Kommt ein LKW zum Grundstück?
  • Grundriss entsprechend wählen um auch später gut leben zu können

 

Gerade bei extrem schmalen Grundstücken (12 – 15 m) ist die vorzeitige Planung unabdingbar – wo soll der Garten liegen, wo baue ich Garagen (wenn nicht inkludiert) oder wo baue ich ein Pool? Wenn die Planung hierfür nich ausreichend erfolgte, können später eventuell gewisse Einschnitte oder Abstrichte bei Wünschen vorkommen.

 

Beispiel eines 15m breiten Grundstückes bei 2-stöckiger Bauweise (steirisches BauG): 8m zu jedem Nachbarn, ausgenommen Verkehrsflächen bleiben noch 7 Meter die man unkompliziert bebauen kann, Nebengebäude und Garage müssen in diesem Beispiel vorgelagert werden, ein direkter Anbau wird vermutlich nicht genehmigt aufgrund der Einhaltung der Baugrenzen.

© immobilienscout24.de

Asphalt oder Pflastersteine

Vielen Bauherren stellt sich bereits vor dem Bau einer möglichen Garage die Frage: pflastere ich meine Einfahrt oder soll sie asphaltiert werden? Dies ist keine einfache Frage, denn ob man Asphalt oder Pflastersteine verwendet hängt von der Nutzung ab. Während sich Pflastersteine aus dekorativen Gründen hervorragend im Privatbereich eignen, ist der Asphalt als strapazierfähiger Begleiter eher für die Nutzung im Gewerbe oder für Privatstraßen mit hoher Frequenz zu verwenden.

Pflege.

Der Asphalt ist ganzjährig wesentlich pflegeleichter ist als Pflastersteine, jedoch kann der Apshalt bei Schäden und Ausbesserungen schnell wie ein “Fleckerlteppich” aussehen. Pfastersteine sind aufgrund der Fugen (in denen Unkraut wachsen kann) sehr pflegeintensiv und können beim Schneeschieben im Winter stören – die Schaufel bleibt hängen. Kaputtes oder beschädigtes Pflaster kann jedoch schnell und unkompliziert getauscht werden.

Der Untergrund.

Der Untergrund muss in beiden Fällen entsprechend bearbeitet werden. Die Vorbereitung für Asphalt erfordert einen tieferen Aushub und ein entsprechendes Fundament – vorallem bei Neubauten empfehlen daher einige Hausbaufirmen eher das Pflaster. Wenn Pflastersteine aufgrund geologischer Veränderungen “nachsitzen” ist dies nicht weiter schlimm, der Asphalt würde beim Senken reißen, eine Reparatur kann dann kostenintensiv sein. Pflastersteine sitzen meist in einem Sand/Kiesbett, dieses kann zusätzlich gefüllt werden um entsprechende Unebenheiten auszugleichen.

© Bild by Steinrein

© Bild by Jimdo

Carport vs. Garage

Vorweg sei gesagt, dass wir uns noch nicht im klaren sind, ob wir eine Garage oder ein Carport möchten, sicher ist jedoch, dass die Autos nicht im Regen oder Hagel stehen sollen! Doch was sind nun die Vor- und Nachteile der verschiedenen Bauarten.

Garage.

Garagen sind im Vergleich zu den Carports oft teuer und erfordern eine Baugenehmigung (Fundament, und geschlossen). Dafür können sie weit mehr Platz bieten als Carport, zusätzlich sind sie versperr- und beheizbar! Es kann auch so geplant werden dass z.B. Batterieladegeräte und die Reifen Platz finden.

© by Leitl Garage

Carport.

Das Carport ist im Vergleich zu Garage wesentlich günstiger (je nach Ausführung) und bedarf keiner gesonderten Genehmigung – lediglich eine Bauanzeige VOR dem Bau mit einer Skizze muss eingereicht werden.

Nachteilig bei den Carports ist die meist fehlende Fläche für zusätzliche Geräte und der Schutz vor Umwelteinflüssen wie Frost, Tieren und ggf. Vandalen.

© by LM Holzbau

Bauen im Hang

Wir möchten gerne die Optionen für den Bau im Hang aufzeigen – denn nicht immer muss ein Hanggrundstück automatisch ein Ausschlusskriterium sein.

Geologische Beschaffenheit & Lage.

Vor dem Bauvorhaben (optimalerweise auch vor dem Kauf) sollte man ein geologisches Gutachten über die Bodenbeschaffenheit durchführen lassen, somit können böse Überraschungen beim Bau vermieden werden.

Besonders Augenmerk sollte auf die Tragfähigkeit, Rutschfestigkeit und ggf. Wasser gelegt werden. Bei Hangwasser muss der Keller bzw. die Außenwand besonders gesichert werden – das bedeutet deutlich höhere Baukosten. Auch die Baustelleneinrichtung kann teurer sein (z.B. bei Fertigteilhäusern die Anlieferung mit Hubschrauber).

Kreativität.

Bei Handgrundstücken kann Kreativität besonders wichtig sein – man kann z.B. mit Lichteffekten das tägliche Stiegensteigen besonders freundlich gestalten. Auch kann der Grundriss gesplittet werden und z.B. ein halbes oder ganzes Geschoss als Höhenunterschied dienen, dadurch wirkt das Haus weitläufiger.

Ausrichtung.

Nord: Vorwiegendes Schattengrundstück
Nord-Ost: Schattengrundstück
Ost: Keine/wenige Abendsonne
Süd-Ost: Weniger Abendsonne
Süd: Ihr Sonnengrundstück deluxe
Süd-West: Möglicherweise keine oder wenig Morgensonne
West: Keine oder wenig Morgensonne
Nord-West: Schattengrundstück

 

© tonalmeida Blogspot

Das Hobbithaus – wohnen wie im Auenland

Welcher Herr der Ringe – Fan wollte nicht schon immer mal in einem Hobbithaus wohnen. Natürlich haben wir uns im Zuge des Projektes Villa Freya auch diese Option offen gelassen. Man kann sich ein Hobbithaus als Erdhaus vorstellen. Ein Wohnen im Einklang mit der Natur, eine natürliche Kühlung durch ein komplett grünes Dach und eine tolle Oköbilanz durch verminderung der CO2-Emissionen.

© simondale.net

Wie teuer ist ein solches Haus?

Diese Frage haben wir uns auch gestellt. Im Grund genommen kann man ein solches Haus mit “einfachen” Mitteln und kostengünstig selbst errichten. Es gibt im Netz auch schon unzählige Anleitungen, How-Tos und DIY-Kaufanleitungen. Ein amerikanisches Unternehmen hat sogar eigene Hobbit-Haus Module vorgestellt mit denen man sich seinen Traum vom Leben als Hobbit kostengünstig und einfach erfüllen kann.

Die Vorteile eines solchen Erdhauses liegen auf der Hand – man hat im Haus immer ein angenehmes Klima, auch im Winter (ähnlich den Häusern der Inuits), durch die begrünte Oberfläche und das natürliche Aussehen kann sich das Haus einfach in die Landschaft integrieren. In wie weit diese Häuse in Österreich ankommen werden sei dahingestellt.

Links:
Buch über das Lebens als Hobbit
Hausmodule von Green Magic
DIY Anleitung