Alltägliches mit dem Wolfhund

Gemeinsam mit unserem Wolfhunde-Blog (www.wolfhunde.at) möchten wir einen kleinen Beitag über das alltägliche Leben mit einem jungen und verspielten (manchmal gelangeweilten) Wolfhund verfassen.

 

Guten Morgen!

Es ist 06:13, die Sonne kitzelt an der Nase…Moment mal…es kitzelt nicht mehr es brennt nun. Ich denke mir nichts da es wieder aufgehört hat und drehe mich im Bett zur anderen Seite. Jenny murmelt ebenso verschlafen wie ich mich fühle: “du hast Nasenbluten“. Doch sehr verwundert mühe ich mich aus dem Bett – will ich doch eigentlich noch schlafen und ich habe nie Nasenbluten – und gehe zum Spiegel. Nein, kein Nasenbluten, Frau Tollpatsch ist mir mit einer Kralle genau auf einen Nasenflügel getreten und hat einen tiefen Kratzer hinterlassen. Nunja, abtupfen und wieder ins Bett, wird schon nicht allzu tief sein.

Bereits wieder in den Schlaf fallend merke ich, dass sich an meinen Füßen etwas regt, ein Blick nach unten zeigt ein klares Bild, unsere Ylvi will sich breit machen.

Gemeinsam und kuschelnd schlafen wir bis ca. 7:30 als plötzlich unsere Tochter ruft “Guuuuteeeeen Moooooorgeeeeen”. Hui da reißt es einen am Sonntag aber richtig aus dem Bett. Auch die kleine Hündin (die gar nicht mehr so klein ist) hat sich geschreckt und will natürlich als Erste schauen, wer da ruft…es soll nicht das einzige Mal bleiben da sie über unsere Köpfe hinweg segelt (aber trotzdem leichtfüßig und nahezu ohne etwas zu berühren).

 

Beim Frühstück

Du kennt sie ja, die Geschichten der Wolfhunde-Halter mit dem Essensproblem? Ja? Nein? Ok, hier ist unsere kleine Geschichte zum Frühstück…kein Problem aber anders als mit anderen Hunden.

Beherzt aber bedacht richten wir gemeinsam das Frühstück. Gemüse, Wurst und Gebäck, alles kein Problem. Doch dann kommt sie…als Letzte aus dem Kühlschrank, die Butter (unsere Hündin liebt Butter). Käse wäre auch noch so ein Kanditat für unerwartetes und schnelles Verschwinden, aber den mag unsere Tochter nicht so gerne, also darf der im Kühlschrank bleiben…sein Glück.

Alles ist angerichtet und sieht richtig lecker aus…zum Reinbeißen. Plötzlich sehen wir verdächtige Ohren…schon ist sie da. Nun heißt es konsequent bleiben und den lebendigen Staubsauger unten halten…Geduld haben und bei jedem einzelnen Mal ruhig bleiben ist bei jedem Hund wichtig, bei dieser speziellen Rasse aber besonders wichtig. Passiert es, dass die Butter einmal zu nahe am Rand steht, ja dann ist die Butter ebenso Geschichte wie diese Geschichte…außer man ist schneller als ein Wolfhund.

Apropos schneller als ein Wolfhund, es passierte uns bisher nur einmal, aber wir möchten es euch nicht vorenthalten: man nehme genüsslich ein Blatt Prosciutto aus der Verpackung und möchte sich den leckeren, nun herab hängenden Rohschinken langsam von Über dem Kopf in die Mundhöhle versenken, das sah ungefähr so aus:

Doch der leckere Prosciutto kam nie im Mund an, der Staubsauger war schneller und segelte in elegantem Flug zur Hand und schnappte sich den Schinken.

Außer beim Essen ist unsere kleine Hündin ein Wirbelwind und hält einen stets auf Trab – aber immer lieb und herzlich. Wenn es mal nicht geht, dann legt sie sich auf ihre Decke oder sucht sich einen ruhigen Ort.

 

Zu Mittag

Das Mittagessen gestaltet sich bei uns immer etwas freier – wir kochen Reis, Kartoffel oder Salat, gerade das was im garten wächst oder verfügbar ist.

Ylvi ist gerade beim Mittagessen fast immer ein ruhiger Begleiter und macht unter dem Tisch Platz. Ausgenommen es gibt irgendwas mit Butter und Käse ;-p.

 

Der Nachmittag

Am Nachmittag ist unsere kleine Hündin dann wieder mindestens einmal ein Wirbelwind und erfordert absolute Geduld und Konsequenz. Ein kleiner Fehler und der Nachmittag ist gelaufen. Nein so schlimm ist es nicht aber man sollte zu jeder Tageszeit die kleine Konsequenz und die gleichen Regeln einhalten.

Meistens verläuft es bis zum frühen Abend recht angenehm und unsere kleine Hündin ist nur nervig aber nicht anstrengend – aber sie ist ja noch jung.

 

Am Abend

Der Abend ist wohl die schönste Zeit. Sie zieht sich zurück oder kommt zu uns – sie hat freie Wahl. Kuscheln, Liebkosen und dann noch eine kleine Portion Abendessen und jeder ist zufrieden. Beim Hauptabendprogramm müssen wir dennoch darauf achten, dass Milchprodukte möglichst nirgendwo in Reichweite stehen bleiben, sonst sind sie Geschichte und der Filmabend ist gelaufen.

Wer aber ohnehin mit Amazon Prime fern sieht wie wir, der hat wenig Probleme und kann pausieren ;). Gegen 22 Uhr ist dann die Zeit gekommen wo unser kleiner Racker sind gänzlich und genüsslich auf die Couch oder ihre Decke fallen lässt und einfach nur mehr relaxed und da liegt. Streicheleinheiten inklusive.

 

Die Nacht

Wie auch schon am Abend geben wir dem Hund freie Wahl wo sie liegen möchte. Es gibt keinen Zwang aber klare Regeln. Polster und Decke von Frauli und Herrli sind tabu und auch die Liegeplätze dürfen nicht “erobert” werden. Wenn sie das dennoch einmal macht und nach dem Zähneputzen mittem am Bett auf einer Seite liegt, dann heißt es konsequent “Nein” sagen und die geliebte Hündin runter geben. Ein Platzverweis ist kein Liebesentzug sondern notwendig – die Regeln gelten IMMER! Es ist süß und herzig wie sie da liegt, dennoch – niemals die Regeln brechen oder brechen lassen!

 

Aber keine Sorge, zum Zeitpunkt dieser Geschichte ist unsere Wolfhund-Dame gerade einmal 6 Monate alt – mitten in der Pubertät – und hat alle Kommandos vergessen, das passiert ungefähr zwischen dem 5. und 8. Monat. Eben daher muss man konsequent bleiben!

 

 

© villa-freya.com / Jennifer & Daniel Herfort