Heilpflanze: Thymian

Wieder widmen wir uns einer Heilpflanze – lieben wir doch die Heilmittel von Mutter Natur.

Der Thymian ist bekannt für die heilende und desinfizierende Wirkung. Abseits der heilenden Wirkung ist der Thymian eine schöne Gartenpflanze, versorgt unsere Nützlinge mit Nahrung und ist eine angenehme Gewürzpflanze.

 

Verwendung

  • Bei Husten
  • Desinfiziert die Atemwege
  • Asthma
  • Immunschwäche
  • Verdauungsfordernd

 

Bei Husten kann man den Thymian als Sirup zubereiten. Die Pflanzenbestandteile helfen der Mundschleimhaut sich selbst zu regulieren und die Keime abzutüten. Gemeinsam mit der Ringelblume oder Kamille wirkt es auch entzündungshemmend.

 

Man kann natürlich auch ätherische Öle und Cremen herstellen. Getrocknet kann er als Tee getrunken, als Gewürz verwendet werden oder gar mit einem Inhalator inhaliert / verdampft werden.

 

Nützliche Links:

Inhalator und Verdampfer

 

© gusto.at

Heilpflanze: Ringelblume

Die Ringelblume ist nicht nur wegen ihrer Schönheit in den heimischen Gärten so beliebt, nein die Ringelblume hat auch heilende Kräfte die wir uns einfach zu Nutze machen können.

Die Ringelblume ist eine dankbare Pflanze die nur an wirklich heißen Tagen eine extra Portion Wasser benötigt. Sie braucht keinen Dünger, aber ein ausgelaugter Boden sollte nicht verwendet werden.

 

Die Verwendung

  • Verdauungsprobleme (Tee oder Salat)
  • Als Salbe zur Äußeren Anwendung
  • Als Tee zur Innerlichen Anwendung
  • Akne
  • Wunden (auch offen)
  • Insektenstiche

 

Von der Ringelblume verwendet man hauptsächlich die Blüten, die restlichen Pflanzenbestandteile kann man auf den Kompost geben, das gibt guten Dünger für das nächste Jahr.

Am einfachsten ist es, die Ringelblume zu einer Tinktur oder Salbe zu verarbeiten. Auch ätherische Öle können mit der Pflanze hergestellt werden.

 

© wikipedia.org

Heilpflanze: Rose

Wir hatten bereits ein Sommer-Spezial über Rosen, in diesem haben wir uns aber eigentlich nur der Pflege und dem richtigen Standort gewidmet, haben jedoch komplett auf die Heilwirkung der Pflanze verzichtet um den Artikel nicht zu lange werden zu lassen.

 

Da wir nun alles über die Rosenpflege wissen, möchten wir euch natürlich die heilende Wirkung bzw. die Kräfte der Pflanze näher bringen. Man verwendet hauptsächlich die Rosenblüten als Naturheilmittel. Diese können in verschiedenen Formen verwendet werden.

 

Die Rose findet Anwendung bei

  • Heuschnupfen
  • Herzproblemen
  • Kreislaufprobleme
  • Schmerzen (Kopf, Zahn)
  • Gelbsucht
  • Ohnmacht
  • Übelkeit

 

Für die oben genannten Beschwerden nimmt man getrocknete Rosenblüten (1 bis 2 TL) und übergießt diese mit heißem Wasser. Die Rosenblüten sollten ca. 6-10 Minuten ziehen, dann kann der Rosenblütentee genossen werden.

Andere Anwendung finden die Rosenblüten auch bei Rosenblütensalbe, hierzu werden die Blüten gemahlen oder als Rosenblütenöl in eine neutrale Creme gegeben. Diese findet äußerlich Anwendung z.B. bei Gürtelrose und Rosacea.

 

Nützliche Links:

Heilpflanzen auf Villa Freya

Rosenrezepte

 

© Mädchenhaft Blog

Heilpflanze: Knoblauch

Wir haben bereits über unseren Knoblauch berichtet – doch haben wir ganz explizit die heilende Wirkung des Knoblauchs außen vor gelassen.

 

Der Knoblauch wird in der alternativen Medizin sehr gerne gesehen…hilft er doch bei sehr vielen leiden, wirkt entzündungshemmend und kann sogar bei chronischen Erkrankungen dienlich sein. Die Wirkstoffe im Knoblauch können im Blut auch gegen freie Radikale wirken und sind auch anti-karzinogen.

 

Anwendungsgebiete:

  • Natürliches Antibiotikum
  • Blutdruckstabilisierend
  • Stabilisierung der Darmflora
  • Gegen Harnwegsinfekte
  • Krebsprävention

 

Der Knoblauch wird hauptsächlich als Präparat genutzt – ist der als frische Knolle oder Zehe doch zu intensiv im Geruch. Macht man allerdings viel Sport und Bewegung, dann wird der Geruch der Knolle auch schneller verfliegen.

 

© villa-freya.com / Jennifer & Daniel Herfort

Heilpflanze: Der Wein

Die dritte Heilpflanze in unserer Reihe ist der Wein. Bereits in der Antike war der Wein ein willkommenes Getränk für Alt (und sogar Jung). Wein wurde für verschiedenste Beschwerden eingenommen und aufgetragen.

 

Den meisten Menschen konsumieren Wein heutzutage nur mehr als alkoholisches Genussmittel. Doch welche Anwendungsmöglichkeiten gibt es für Pflanze und Trauben noch?

 

Anwendung der Weinblätter:

  • Augenbindehautentzündung (als Tee und Umschlag)
  • Bäder für Blutkreislauf, Blutung, Cellulite, Couperose
  • Hämorrhoiden, Krampfadern, Orangenhaut
  • Sommersprossen, Venenentzündung

 

Anwendung der Trauben:

  • Abführend bei übermäßigem Konsum
  • Wein/Traubensaft gegen niedrigen Blutdruck
  • Cholesterinsenkend
  • Gefäßverengend und gegen Entzündungen

 

Wie baue ich einen Wein an?

Prinzipiell kann man den Wein auch selbst aus Traubenkernen selbst ziehen – allerdings braucht dies einiges an Zeit – obwohl der Wein ein sehr schnell wachsendes Gewächs ist. Daher sollte man ca. im Juni die Weinstöck an einen geeigneten Ort setzen.

Der Wein liebt – wie auch der Lavendel – einen vollsonnigen Standort und braucht mäßig viel Wasser. Am liebsten ist es dem Wein, wenn er nicht in einen Kübel oder Topf “gesperrt” wird.

Im Herbst können die Reifen Trauben geerntet und weiterverarbeitet werden. Der pure Genuss der Trauben steht bei den meisten natürlich im Vordergrund ;-).

 

Pflege

Der Wein ist etwas pflegeintensiver als zum Beispiel der Hopfen, so brauchen die Trauben immer volle Sonne um optimal reifen zu können, daher sollte man die unnötigen Blätter von Zeit zu Zeit entfernen um ein gutes Ergebnis zu erreichen. Ein Rückschnitt im Herbst ist notwendig damit die Pflanze im Frühjahr wieder gut austreiben können.

 

© Weinbilly

Heilpflanze: Lavendel

Als zweite Pflanze aus unserer Reihe der Heilpflanzen haben wir uns für den Lavenden entschieden – nicht nur weil wir Lavendel lieben, sondern auch weil dieser Pflanze seit der Antike besondere Eigenschaften zugeschrieben wurden!

 

Lavendel anbauen

Der Lavendel  ist eine sehr dankbare Pflanze, liebt die Wärme und auch direkte Sonneneinstrahlung und kann auch gerne mal ganz austrocknen. Zu viel sollte man den Liebling aus der Provence allerdings nicht gießen – ist er zu feucht, wächst er nicht gut.

Die Ernte erfolgt immer mit Stiel, die Büscheln kann man bzw. sollte man danach zusammenbinden und zum Trocknen an einem dunklen und trockenen Ort aufhängen (Durchzug nicht unbedingt erwünscht).

 

Verwendung und Anwendung

Der Lavendel ist das beste natürliche Desinfektionsmittel und wurde auch von unseren Vorfahren im Alpenraum verwendet – zum Beispiel wenn ein Familienangehöriger in den eigenen vier Wänden verstarb verstreute man Lavendel über dem Boden. Nicht nur gegen unangenehme Gerüche sondern auch aufgrund der desinfizierenden Wirkung.

Zusätzlich zur Desinfektion wird Lavendel auch für die Wundheilung sowie für gesunden und ruhigen Schlaf und bei Stress u.Ä. angewandt. Für die Wundheilung verwendet man Lavendelöl, welches man z.B. in Hautöl tropft. Für ruhigen Schlaf und gegen Stress verwendet man am besten Lavendelöl in einer Duftlampe.

 

Rezeptvorschlag

  • Lavendelöl: ein sauberes oder abgekochtes Glas mit Lavendelblüten füllen und mit Öl übergießen, anschließend 3-4 Wochen zB am Fensterbrett stehen lassen

 

Nützliche Literatur

Pflanzen für den Garten

 

© Pflanzenfreund

Heilpflanzen: Hopfen

Durch unseren intensiven Wunsch, den Garten optimal zu bewirtschaften, haben wir uns entschieden eine Serie über Heilpflanzen zu machen. Natürlich gibt es zu diesem Thema bereits mehr als genug Bücher und Beiträge im Internet. Doch uns ist es wichtig, diese Themen aus unserer Sicht zu beleuchten.

 

Wir starten daher heute mit dem Hopfen. Eine Pflanze die gerade bei uns in der Steiermark intensiv zum Bierbrauen genutzt wird – doch die wenigsten kennen die positiven gesundheitlichen Aspekte des Hopfens.

 

Anwendung findet der Hopfen z.B. bei:

  • Unruhe und Angst
  • Schlafstörungen und -mangel
  • Magenbeschwerden sowie Appetitlosigkeit
  • äußerlich Anwendung bei Wunden, Geschwüren

 

Meistens wird der Extrakt des Hopfens zur oralen Einnahme verwendet – hierzu muss man nach der Hopfenernte die Dolden trocknen und anschließend eine Ethanolextraktion durchführen. Wer hierzu mehr Informationen wünscht, der kann uns einen Kommentar dalassen oder eine E-Mail schreiben.

Die Dolden können natürlich nach dem Trocknen auch als Tee verwendet werden – dazu einfach die getrockneten (und vielleicht klein geriebenen) Dolden mit heißem Wasser übergießen und kurz sieden lassen.

 

Hopfen anbauen

Da der Hopfen prinzipiell als sehr robust und widerstandsfähig gilt, ist er auch betreffend Standort und Sonne nicht wählerisch. Die meisten wählen ihn als natürlichen Schattenspender und setzen ihn in Terassennähe. Die Pflanze kann mit Staunässe nicht umgehen und liebt stickstoffreiche Erde. Bei der Hopfenzucht ist ein Rankgitter bzw. -hilfe unbedingt erforderlich.

Die meisten Hopfensorten sind mehrjährig, der Rückschnitt der Pflanze erfolgt im Februar vor dem ersten Austreiben der Pflanze.

 

© hobbybrauer.de